Nachwuchspolitiker der Jungen Union und Interessierte kommen ins Gespräch mit Start-up-Gründern bei Diskussionsveranstaltung „How to start up“

 

Herford. Einen vollen Saal im Denkwerk Herford bescherte die Veranstaltung „How to start up“, die die Junge Union im Kreis Herford und der Bielefelder Investmentverein e.V. gemeinsam organisierten.

„Wie erfolgreich große Start-Ups aus den USA, speziell dem Silicon Valley, sind, das wissen wir alle. Aber mit welchen Rahmenbedingungen Gründer bei uns im Kreis ihr eigenes Unternehmen starten und wie sich das Gründerdasein auf das eigene Privatleben auswirkt, das wollten wir selbst in Erfahrung bringen“, berichtete Jasmin Hugo, Kreisvorsitzende der Jungen Union, die deshalb diese bilaterale Diskussion initiierte.

v.l. Christian Brandhorst (narando), Jan Philipp Platenius (Talents‘ Friends), Nils Potthast (Bielefelder Investmentverein e.V.) und Jasmin Hugo (Kreisvorsitzende der Jungen Union Herford)

Genau dieser Transport der eigenen Erfahrungen von Christian Brandhorst, Gründer der narando GmbH, und Jan Philipp Platenius, Gründer der Talents‘ Friends GmbH, standen als Referenten im Fokus der Diskussionsveranstaltung. Sowohl Brandhorst als auch Platenius haben bereits zu ihrer Zeit an der Universität gegründet. „Doch es ist etwas Anderes, ob ich versuche, eine Idee neben dem Studium oder in Vollzeit zu realisieren“, begründete Christian Brandhorst seinen, Schritt nach dem Abschluss des Masters lieber sein eigener Chef zu sein.

„Habt Ihr zunächst den Entschluss gefasst, Unternehmer zu werden, oder wolltet Ihr einfach Eure Ideen umsetzten?“, fragt ein Zuhörer. „Es geht vielmehr darum, sich selbst zu verwirklichen und selbst etwas zu schaffen, anstatt direkt eine Firma mit 1.000 Angestellten zu bauen“, antwortete Jan Philipp Platenius.

Da natürlich nicht für jedes Jungunternehmen unmittelbar eine Millionenbewertung aufgerufen wird, erkundigten sich die CDU-Nachwuchspolitiker, wie man seinen eigenen Lebensunterhalt bestreitet, wenn man noch kaum Umsatz generiere. So finanzierte sich Christian Brandhort über ein Gründerstipendium der Bundesregierung, das „zumindest erstmal die Unsicherheit nimmt“, damit man sich auch gedanklich wieder voll seiner Idee widmen kann. „Besonders diese Art der Förderung müssen wir weiter forcieren, um auch zukünftig Land der Innovationen sein zu können und um die Gründerkultur zu stärken“, bekräftigte Jasmin Hugo die Leistungen aus öffentlichen Mitteln für Start-Up-Gründer. „Damit wir auch bei Start-Up-Gründungen eine Vorreiterrolle einnehmen“.

„Auch nach dieser Veranstaltung möchten wir uns dem Thema Start-ups weiter widmen, und auch von Gründern aus unserer Region hören, an welchen Stellen sie sich mehr Unterstützung von Kommunen oder dem Kreis wünschen, denn wir sind fest überzeugt, dass Start-Ups den hiesigen Wirtschaftsstandort Herford bereichern“, kündigte Hugo an.