Herford. Ein tiefgreifenderes Thema stand beim jüngsten Infoabend der Jungen Union Herford-Vlotho im Mittelpunkt: Wertvorstellungen und Ideale, und was diese in unseren heutigen Gesellschaft überhaupt ausmachen. Manche sprechen hierbei vom Werteverfall, andere sehen in Zeiten der Globalisierung eher einen neutralen Wertewandel und wiederum andere meinen, dass immer noch die gleichen Prinzipien gelten, wie in früheren Jahren.

Gastreferent Andreas Gorsler diskutierte mit den Gästen über Ideale im Allgemeinen, den Werten der Christdemokratie und was diese mit der Jungen Union zu tun haben.

Gastreferent Andreas Gorsler diskutierte mit den Gästen über Ideale im Allgemeinen, den Werten der Christdemokratie und was diese mit der Jungen Union zu tun haben.

Um dieser Thematik näher zu kommen, freute sich der Stadtverband, mit Andreas Gorsler, dem Pressesprecher der CDU Herford, einen kompetenten Gastreferenten begrüßen zu dürfen. Zum Einstieg seines Vortrages brachte dieser den interessierten Gästen zunächst die Entstehung der christlichen Soziallehre näher. „Die Werte, die in der Christdemokratie verankert sind und sie von anderen politischen Richtungen unterscheidet, lassen sich zurückführen auf das Menschenbild eben dieser Soziallehre“, stellte Gorsler vor, „Für das christliche Grundverständnis sind drei wesentliche Merkmale Voraussetzung: Die Würde des Menschen, der menschliche Zusammenhalt und die soziale Verantwortung, die schon im kleinsten Kreise, etwa der Familie, beginnt.“

„Vielen geht es darum, fundamentale Werte wie die unantastbare Würde des Menschen zu verteidigen und sie nicht zur Wertlosigkeit verkümmern zu lassen.“ – JU-Vorsitzender Axel Schulz

Doch wo finden sich denn diese ursprünglichen Grundwerte in der christdemokratischen Jugendorganisation? „Manchen, gerade auch jüngeren Leuten können solche Werte Orientierung in ihrem Leben bieten. Einige unserer Mitglieder sind sich deren Bedeutung bewusst, wenn sie politische oder ganz private Entscheidungen zu treffen haben“, führte der JU-Vorsitzende Axel Schulz an, „Vielen geht es darum, fundamentale Werte wie die unantastbare Würde des Menschen zu verteidigen und sie nicht zur Wertlosigkeit verkümmern zu lassen. Das schafft man nicht durch reine Lippenbekenntnisse.“

Ein weiterer Gast fügte an: „Gerade die gesunde, politische Diskussion lebt von verschiedenen Ansichten und Wertvorstellungen. Das kann Leuten nicht nur für sich selbst Substanz geben, sondern in der direkten verbalen Auseinandersetzung auch ganz unterhaltsam sein. Das ist Demokratie.“

Nach einer angeregten Diskussion und dem intensiven Meinungsaustausch im Plenum und mit Gastreferent Gorsler wurde deutlich, wie wichtig Werte in unserer heutigen Zeit noch sind. Zufrieden und ein wenig klüger verabschiedeten sich die anwesenden Gäste schließlich zu später Stunde.