Herford. Ein allseits bekanntes Bild: Eltern stehen im Stress und die terminlichen Verpflichtungen nehmen kein Ende – insbesondere die der Kinder. Montags Schwimmen, dienstags Fußballtraining oder Reiten, mittwochs Musikschule, donnerstags Nachhilfe und freitags geht es zu Oma und Opa. „Unsere heutige Zeit und unser Lebensstil ist geprägt von Terminen jeglicher Art. Um diese angemessen bedienen zu können, bedarf es zweifelsohne uneingeschränkter Mobilität“, erläutert JU-Stadtverbandsvorsitzender Axel Schulz.

 

JU-Stadtverbandsvorsitzender Axel Schulz ist sich sicher: „Ist es schon unseren jüngeren Mitmenschen erlaubt, ihren Führerschein mit zwölf Lebensjahren zu erwerben, so können wir eine erhebliche Entzerrung der gegenseitigen familiären Abhängigkeit herbeiführen."

JU-Stadtverbandsvorsitzender Axel Schulz ist sich sicher: „Ist es schon unseren jüngeren Mitmenschen erlaubt, ihren Führerschein mit zwölf Lebensjahren zu erwerben, so können wir eine erhebliche Entzerrung der gegenseitigen familiären Abhängigkeit herbeiführen.“

 

„Darum empfinden wir es als absolute Ungerechtigkeit, diese Mobilität als natürlichen Anspruch an unseren gängigen Lebensstil am Alter festzumachen und dementsprechend jüngere Bevölkerungsgruppen zu diskriminieren. Wir fordern: Freie Fahrt ab 12!“, so Schulz im Hinblick auf die bessere Vereinbarkeit von Freizeit und Verpflichtungen. „Ist es schon unseren jüngeren Mitmenschen erlaubt, ihren Führerschein mit zwölf Lebensjahren zu erwerben, so können wir eine erhebliche Entzerrung der gegenseitigen familiären Abhängigkeit herbeiführen. So müssen Mutter und Vater selbst nicht mehr springen, wenn der Sohn oder die Tochter von der Schule abgeholt und zum Musikunterricht gebracht werden muss. Stattdessen lernen die Kinder, schon früh Verantwortung zu übernehmen, und ein Gefühl für ihr Zeitmanagement zu entwickeln, wenn sie ihren Hobbys nachgehen wollen.“

Dem schließt sich auch seine Stellvertreterin Christine Wippermann an: „Auch Kinder haben ein Recht darauf, ihr Leben selbst zu verwirklichen. Doch wie sollen sie das schaffen, wenn sie sich in ständiger Abhängigkeit von ihren Eltern befinden? Das beginnt schon beim Thema, wie sie vom Ort A nach B gelangen. Der Führerschein ab Zwölf bietet Teenagern mehr Handlungsspielraum. Sie können selbst entscheiden, ob sie nach der Schule noch zum Bolzplatz oder dem Reitstall fahren. Zudem besteht die Möglichkeit, sich bei längeren Autofahrten abzuwechseln. Wer kennt es nicht, wenn der Rücken vom starren Sitzen bereits schmerzt und die völlige Konzentration auf den Straßenverkehr den letzten Nerv raubt? So können die Kinder sich mit ihren Eltern beim Fahren abwechseln, um so für Entspannung zu sorgen.“

 

„Den Passus zum Erwerben des Führerscheins abzuändern bedarf keiner großen Umstellungen, sondern ist mit entsprechendem Beschluss schnell umzusetzen, sodass der freien Fahrt auch für Teenager formell nichts im Wege steht.“ – Dr. Tim Ostermann, MdB

 

Dem Standpunkt der JU Herford-Vlotho kann sich auch der Bundestagsabgeordnete und Kreisvorsitzende der CDU Herford, Dr. Tim Ostermann, anschließen. Bei der praktischen Umsetzung sieht der Anwalt für Verkehrsrecht keine Probleme: „Es handelt sich bei der Altersgrenze nur um eine gesetzliche Rahmenbedingung. Den Passus auf zwölf Jahren als Altersminimum zum Erwerben des Führerscheins abzuändern bedarf keiner großen Umstellungen, sondern ist mit entsprechendem Beschluss schnell umzusetzen, sodass der gerechteren, freien Fahrt auch für Teenager formell nichts im Wege steht.“

Letztlich handele es sich auch nur um eine Fahrerlaubnis. „In anderen Ländern dürfen Kinder in dem Alter legal mit Waffen herumlaufen. Da ist eine gerechtere Gestaltung der Altersgrenze beim Erwerb des Führerscheins weitaus ungefährlicher und wahrhaftig dem freiheitlichen Gedanken verschrieben“, so JU-Vorsitzender Schulz im Hinblick auf mögliche Risiken weiter.

 

Das Datum der Veröffentlichung dieser Stellungnahme ist beim Lesen zu berücksichtigen 😉 .