Theater-Restkarten unter Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern kostenlos zu verschenken, dabei aber Schüler und Studenten außen vor zu lassen, empfinden wir von der Jungen Union als Ohrfeige für die jungen Menschen in dieser Stadt.

Wir stehen hinter der Idee, dass Menschen mit keinem oder geringem Einkommen am kulturellen Leben Herfords teilnehmen können. Niemand soll aufgrund von finanziellen Engpässen auf Kultur in seinem Leben verzichten müssen.

Dem Vorschlag des Vereins „Kulturanker“ stehen wir als Junge Union skeptisch gegenüber. Schüler haben, außer Taschengeld, im Regelfall kein eigenes Einkommen, Studenten erhalten Bafög, was häufig niedriger ausfällt als Arbeitslosengeld II. Wenn beim Stadttheater über weitere Ermäßigungen nachgedacht wird, müssen Schüler und Studenten auf jeden Fall berücksichtigt werden.

Im Arbeitslosengeld II ist ein Beitrag (ca. 40 Euro) für kulturelle Aktivitäten enthalten. Das Bafög sieht so etwas nicht vor. Auch aus diesem Punkt können wir nicht nachvollziehen, warum Bafög-Empfänger von der Verteilung von Restkarten von vorne herein ausgeschlossen werden.

Wir von der Jungen Union wünschen uns, dass Kultur gerade Jugendlichen näher gebracht wird. Freier Eintritt für alle Kinder bis 12 Jahre in Begleitung ihrer Eltern oder mehr von der Schule organisierte Theaterbesuche würden helfen, dass junge Menschen sich für das Schauspiel auf der Bühne interessieren.