Löhne. Am vergangenen Mittwoch traf sich die Junge Union Löhne zu einer Mitgliederversammlung im Haus Flores. Thema der Veranstaltung war die Ausbildungsplatzbörse STEPone. Die STEPone wird seit einigen Jahren in Kooperation der Städte Löhne und Bad Oeynhausen auf dem Gelände der Aqua Magica durchgeführt. Ziel ist es, einen Informationsaustausch zwischen Schülern und Unternehmen herzustellen. Im besten Fall soll dieser Kontakt zur Vermittlung eines Ausbildungsplatzes führen. Dieses Ziel werde aus Sicht der Jungen Union in den letzten Jahren leider immer mehr verfehlt. Zum Anlass hat die JU daher ein Verbesserungskonzept zur Effizienzsteigerung erarbeitet. Dennis Cutraro und Sarah Köstring, beide Mitglieder des geschäftsführenden Vorstands, stellten dabei die erarbeiteten Ergebnisse der Jungen Union vor etwa 30 jungen Menschen vor.

In etlichen Gesprächen hatten die Jungpolitiker Informationen von Unternehmen, Schülern, Lehrern und Organisatoren anderer Ausbildungsplatzmessen eingeholt, um sich ein fundiertes Bild zu machen. Im Mittelpunkt standen unter anderem der Pflichtcharakter, die Ausstellerbetreuung und das Marketingkonzept der STEPone, aber auch der Veranstaltungsort wurde thematisiert. „Ein Kritikpunkt ist die Lokalität der Veranstaltung. Die Wetterabhängigkeit in dem großen Zelt sei nicht zumutbar, eine Klimatisierung nicht gegeben. Und dann muss man noch Standgebühren entrichten. Warum nutzt man nicht die Werretalhalle?“, zitiert Köstring Teile der Unternehmerstimmen.
Ein weiterer Verbesserungswunsch seitens der Aussteller ist das Besinnen auf die Freiwilligkeit der teilnehmenden Schüler. „Nur wer sich zuvor informiert hat, kann ein konstruktives Gespräch mit unserem Messeteam führen. Zwangsveranstaltungen bringen uns nicht weiter.“, zitiert Köstring die Ausstellerseite weiter.
„Leider teilten uns einige heimische Unternehmen mit, dass sie sich von den Veranstaltern der STEPone nicht ernstgenommen fühlten. Auf eingebrachtes Feedback seitens der Unternehmen gab es wohl leider keine Rückmeldung. Andere Unternehmen haben noch nie etwas von der STEPone gehört oder hatten nur ungenaue Vorstellungen. Auch das Marketing der Veranstaltung sollte daher überdacht werden.“, berichtet Cutraro. Als positives Marketingbeispiel führte Köstring die Ausbildungsmesse in Bünde an: „Hier wird die Veranstaltung intensiv medial beworben: Radio, Zeitung, Flyer und Poster sorgen für ausreichend Aufmerksamkeit.“

Im Anschluss an die Vorstellung folgte eine offene Diskussion über das Erfahrene. „Wir möchten Denkanstöße geben und haben uns viel Arbeit mit dem Thema STEPone gemacht. Wie erwartet sind viele JU´ler unserer Einladung gefolgt. Leider hat die Stadt Löhne kurzfristig ihre Teilnahme an unserer Veranstaltung aus dienstlichen Gründen abgesagt. Wir hätten uns über ein gemeinsames Gespräch sehr gefreut.“, so Christian Knollmann, Vorsitzender der Löhner JU. „Wir sind aber gerne bereit den Vortrag auch ein zweites Mal zu halten. Das Thema ist uns sehr wichtig.“, so Sarah Köstring abschließend.