Löhne. Am vergangenen Donnerstag besichtigte die Junge Union Löhne in Begleitung von CDU-Landtagsabgeordneten  Chris Bollenbach die Kerawil Tonwerk Wilhelmshöhe GmbH. Während der zweistündigen Führung über das Werksgelände erfuhren die Teilnehmer interessante Informationen über die 113 jährige Geschichte des Familienunternehmens und den Herstellungsprozess vom Ton zum Ziegel.
"Anfang des 20. Jahrhunderts begann alles mit dem Verkauf der Ziegel um den Kirchturm, damals wurde der Ton noch in Löhne abgebaut und anschließend mit schwerer körperlicher Anstrengung verarbeitet." erklärt Geschäftsführer Friedrich Schwagmeier. "Von der schweren Arbeit hat mein Großvater oft erzählt" so Chris Bollenbach, dessen Großvater nach dem Krieg in einer Ziegelfabrik in Bünde beschäftigt war. "Heute werden die schweren Arbeitsschritte von Maschinen erledigt." so Schwagmeier weiter.
Aktuell arbeiten 25 Mitarbeiter für das in vierter Generation geführte Löhner Familienunternehmen. 113 Jahre sprechen für Qualität. Diese Qualität "Made in Germany" hat sich nicht nur in Deutschland durchgesetzt, in vielen Teilen Europas werden Produkte von Kerawil verbaut. So werden Produkte beispielsweise nach Skandinavien oder ins Baltikum geliefert.  
"Die Bänder in der Herstellungsstraße laufen langsam, aber beständig." berichtet Mitarbeiter Matthias Janda. "Unser Brenntunnel lief 17 Jahre ohne Pause" ergänzt Schwagmeier. Der rund 100Meter lange Brenntunnel lies auch den JU-Vorsitzenden Florian Dowe schwärmen: " Auf einem Offen zu stehen, in dem Temperaturen über 1000°C herrschen, ist schon beeindruckend."
Der komplette Herstellungsprozess von der Anlieferung des Rohmaterials bis zum fertigen Ziegel beträgt 4 Tage. Kerawil verfügt über ausreichend Fläche um eine Jahresproduktion einzulagern. "Im Winter füllen wir unser Lager auf, so dass wir im Sommer die Abnahmespitzen abfangen können." berichtet Janda.