Hauptschulen im Kreis Herford stärken

Gemeinsam mit dem Elternverein NRW und dem Elternrat Hauptschulen setzt sich die Junge Union im Kreis Herford.für die Förderung der Hauptschulen im Kreis ein.

In den Hauptschulen Bünde und Meierfeld/Herford wurden Informationsabende für Eltern von Hauptschülern und Grundschülern sowie Interessierten veranstaltet, um Vorurteile aus dem Weg zu räumen, mit denen die Hauptschulen nach jahrelanger Vernachlässigung durch die sozialdemokratische Landesregierung kämpfen müssen.

In dem Monaten September bis November entscheiden Eltern, die Kinder in Grundschulen im Kreis Herford haben, auf welche weiterführende Schule ihr Kind nach der Beendigung der Grundschulzeit gehen soll. Ein Anhaltspunkt ist die Beurteilung des/r Grundschullehrers/in, für welche Schule das Kind geeignet ist. Meist ist auf diesen Gutachten eine der drei Schulen des dreigliedrigen Systems zu lesen sowie die Gesamtschule. Außerdem veranstalten Gymnasien, Real- Haupt- und Gesamtschulen Tage der offenen Tür, um bei den Eltern und ihren Kindern Werbung für ihre Schule zu machen. Das Image der Hauptschule ist leider über die Jahre immer schlechter geworden, das spiegeln auch die Anmeldezahlen wider. Diesen Trend wollen die JU und die Elternverbände brechen und im Rahmen von Informationsabenden über die großen Vorteile, die eine Hauptschule für Kinder bietet, aufklären.

Frau Schwarhoff, Vorsitzende des Elternvereins NRW, dankte in ihrem Plädoyer zunächst der Jungen Union im Kreis Herford ganz ausdrücklich für die Idee und die Organisation dieser Informationsabende. „Ohne jungen Menschen, die sich für andere interessieren und engagieren geht es nicht. Ich danke der Jungen Union im Kreis Herford, dass sie die Hauptschulkinder nicht im Regen stehen lässt und genau wie der Elternverein NRW für ein Bildungssystem der individuellen Förderung entsteht“, so Frau Schwarzhoff.

Sie weiß, wovon sie spricht, denn als Jury-Mitglied um den deutschen Hauptschulpreis engagiert sie sich seit Jahren für die Verbesserung der deutschen Bildungslandschaft und die Beibehaltung des dreigliedrigen Schulsystems. Auch ihre Kollegin Frau Knauer berichtet von ihren positiven Erfahrungen, die sie und ihre Kinder in Hauptschulen gemacht haben. „Die langsamer lernenden Kinder brauchen unsere Hilfe“, so die Expertinnen, „und die bekommen sie am besten, wenn sie in einer Schule in kleinen Klassen und mit individueller Betreuung in einem angemessenen Lerntempo ihre Stärken entwickeln können. Die Hauptschulen bieten genau das und sind keine „Resteschulen“, sondern ein wichtiger Teil zur Förderung unserer Kinder auf dem Weg zu gut ausgebildeten Fachkräften von morgen.“ Sechszügige Gesamtschulklassen bremsen die guten Schüler und deprimieren die Schwächeren, weil diese mit dem Lerntempo der anderen nicht mithalten können. Die Versuch Gesamtschule, der allen Schüler die gleiche Lernumgebung bieten sollte durch „Lernen von den Stärkeren“, sei gescheitert.