JU schaut über den Tellerrand

Nach vielen Besuchen und Infoveranstaltungen rund um das Thema Energieversorgung fuhren die Herforder am 18. April zu ihrer vorerst letzten Stippvisite in dieser Themenreihe nach Gelsenkirchen in das Kohlebergwerk „Lippe“. Weder Ruß noch beklemmende Enge konnten den Wissensdurst der JUler schmälern und sie von ihrem Abstieg Untertage abhalten.

In etwa 1500 Metern Tiefe, bei gut 50 Grad Celsius und durch düstere Stollen kriechend informierten sich die JUler mit Angela Thiele an ihrer Spitze über den teuren Rohstoff „made in Germany“. Rabenschwarz und ziemlich erschöpft schafften sie es nach einer drei Stunden langen Führung zurück an die Oberfläche und freuten sich auf die leckere Gulaschsuppe, die in der Küche des Bergwerkes auf sie wartete. „Das war eine ganz besondere Erfahrung, ein echtes Abenteuer! Mit der Schließung der Bergwerke in NRW geht ein Stück deutsche Geschichte mit unter.“ bemerkte die JU Kreisvorsitzende. Dennoch sei der Abbau von Steinkohle in Deutschland nicht wettbewerbsfähig und eine große finanzielle Belastung für die öffentlichen Haushalte. Ökonomische Vernunft und finanzielle Grenzen müssten Priorität vor romantisiertem und melancholischem Festhalten an ehemaligen deutschen Stärken haben. Mit einem erweiterten Horizont fuhren die JUler nach Hause.