Die Junge Union aus dem Kreis Herford besuchte das Erkundungsbergwerk des Salzstockes in Gorleben und informierte sich über die Möglichkeiten der Endlagerung von radioaktiven Abfällen in Salzbergwerken.

Schon seit den 70er Jahren wird eine heiße Diskussion um die Endlagerung von radioaktiven Abfällen aus Kernkraftwerken geführt. „Das Problem der Debatte ist leider, dass sie zu stark mit Emotionen besetzt ist. Eine sachliche Auseinandersetzung ist kaum möglich. Bei jedem Versuch wird gleich die Moralische Keule herausgeholt.“ Sagte Angela Thiele, Vorsitzende der Jungen Union im Kreis Herford. Aus diesem Grunde hat die JU im Widukindkreis eine Themenreihe zur Energiepolitik begonnen, um sich ein eigenes Bild von den Gefahren der Kernkraft, der Effizienz von regenerativen Energien und sinnvoller Energiepolitik im Allgemeinen zu machen. Die JU lud bereits in diesem Rahmen diverse Referenten ein und besuchte das Kernkraftwerk in Grohnde. „Wir sind der Überzeugung, dass ein sinnvoller Energiemix, inklusive Kernkraft, gebraucht wird, um eine qualitativ hochwertige Energieversorgung zu gewährleisten und die Unabhängigkeit von anderen Staaten wie Russland zu sichern.“ So Thiele.
In der zweistündigen Führung untertage wurden die jungen Christdemokraten über die Vor- und Nachteile einer Endlagerung von Atommüll in Salzstöcken aufgeklärt. Dabei kamen die Nachwuchspolitiker zu der Ansicht, dass das Endlager in Gorleben eine durchaus relevante Möglichkeit zur Endlagerung sei. „Wir sind uns bewusst, dass ein Vergraben der verbrauchten radioaktiven Brennelemente die Probleme und Risiken der Kernkraftenergie nicht beseitigt. Gleichfalls sind wir jedoch aber auch davon überzeugt, dass eine sichere Endlagerung des atomaren Abfalls in Gorleben möglich ist. Wir fordern die Aufhebung des unsinnigen Moratoriums und die Wiederaufnahme der Forschungen untertage.“ Bilanzierte die Kreisvorsitzende den Tag.
Auch zukünftig plant die Junge Union sich mit der Energiepolitik auseinanderzusetzen. Themenschwerpunkte werden die fossilen Brennstoffe und die regenerativen Energien sein. Unter anderem sind Besuche bei Kraftwerken und Vorträge von Referenten zur Thematik geplant.