Falsche Energiepolitik ist unsozial

Michael Radomski, bundespolitischer Sprecher für Energie der Jungen Union, war letzten Donnerstag zu Gast bei der JU im Kreis Herford. „Falsche Energiepolitik ist unsozial!“ so eröffnete Michael Radomski seinen Vortrag am Donnerstagabend in der Herforder Wirtschaft. Der seit zwei Jahren im JU-Bundesvorstand tätige Radomski gab den JUlerinnen und JUlern aus unserem Kreis Herford eine sehr ausführliche Präsentation über die Positionen der Junge Union in der Thematik der Energiepolitik.
Unter anderem sprach er die Misere der momentanen Energiedebatte an. „Es ist, dank der Scheuklappenpolitik der Grünen, nicht mehr möglich, eine vernünftige Diskussion über Energiepolitik zu führen.“ Deshalb sei es auch schwer, eine sozialverträgliche Politik zu machen. Die Preise schössen in die Höhe und die Politiker schauen machtlos zu, gerade weil es nicht möglich sei, alle Arten der Energieversorgung zu betrachten. Energie sei zu teuer und das treffe gerade den „kleinen Mann“.
„Es gilt in Sachen Energie, immer mit dem ‚energiepolitischen Dreieck’ zu rechnen.“ Dabei solle die Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit einer jeden Technologie geprüft werden. „Es gibt Technologien, die dafür geeignet sind, eine vernünftige Grundversorgung zu liefern oder auch welche, die so genannte Energiespitzen abfangen können.“ So Radomski. Er sprach sich für einen vernünftigen Energiemix für die Menschen aus, bei dem das besagte „energiepolitische Dreieck“ zur Geltung kommen müsse.
Auch in Sachen Umweltfreundlichkeit müsse man sich Gedanken machen. „Nur weil regenerative Energien in ihrer Produktion keinen ‚Abfall’ produzieren, hieße das nicht, dass sie umweltverträglich sind.“ So trägen auch Windräder zur Störung der Umwelt bei. „Jeder, der sich ernsthaft mit Umweltpolitik auseinandersetzt weiß, welche Umweltschäden auch durch die so gelobten Windräder entstehen.“ Auch hier gelte es, sich über den Nutzen und die umwelttechnischen Kosten genaue Gedanken zu machen.
Auch die Kernenergie spielt in den Energiepolitikvorstellungen der JU eine Rolle. „Unsere Kraftwerke sind sicher!“ Es sei „Schwachsinn“, so Radomski, aus der Kernenergie auszusteigen, gerade weil wir die sichersten Kraftwerke hätten. „Es bleibt immer ein Restrisiko. Leider haben wir in Deutschland jedoch keine vernünftigen Alternativen. Und natürlich sind wir für die regenerativen Energien. Das steht doch außer Frage. Doch werden diese nie mehr als maximal 20% der Grundversorgung in Deutschland abdecken können. Wir brauchen einen vernünftigen Energiemix.“ Statuierte Radomski.
Am Ende seines fast dreistündigen Vortrags waren die 20 JUlerinnen und JUler auf ihren Besuch im Kernkraftwerk Grohnde mehr als vorbereitet. Denn diese Informationsveranstaltung sollte der Auftakt zu einer energiepolitischen Reihe im Widukind-Kreis sein. „Wir finden es toll, dass Michael unseren Kreis besucht hat. Er hat uns viel über die momentane Energiesituation in Deutschland berichtet. Zudem haben wir vieles über die Vorteile und Gefahren von Kernenergie erfahren dürfen. Jetzt sind wir gespannt, was wir im Kraftwerk in Grohnde nächsten Donnerstag hören und sehen werden.“ Mit diesen Worten beendete Angela Thiele, Kreisvorsitzende der Jungen Union Kreis Herford, die Veranstaltung.

Weitere Informationen zur Energiepolitik der JU finden Sie im Netz unter www.junge-union.de