Nicht schön aber laut! Die JU zu Besuch bei der Rockakademie

Herford. Am letzten Freitag besuchte die Junge Union die Rockakademie OWL. Bei Kaffee, Kuchen und einer gehörigen Portion Spaß nahmen die Jungpolitiker im hauseigenen Studio einen Song für die Initiative „Du bist Deutschland“ auf.

Schon seit einigen Jahren setzt sich die Rockakademie unter der Leitung von Herrn Dr. Dewe für die musikbegeisterte Jugend in OWL ein. In der Akademie gibt es nicht nur die Möglichkeiten so genannte Demoaufnahmen zu produzieren, vielmehr bildet sie eine Plattform für lokale Bands, welche sich um Auftritte, Vermarktung, Produktionen und noch vieles mehr kümmert und unterstützend wirkt.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Dr. Dewe wurden die jungen Christdemokraten direkt in die Räumlichkeiten geführt, um sich auf die vorgenommene Aufgabe vorzubereiten. Wer dachte, dass der heutige Besuch der Jungen Union nur zur reinen Informationsaufnahmen gedachte war, hatte sich geirrt. „Als die Rockakademie auf uns zukam und wir über die heutige Aktion sprachen, wollten wir natürlich sehen und ausprobieren, was den Jugendlichen hier geboten wird.“ sagte Angela Thiele, Vorsitzende der JU Kreis Herford. So wurden die aufstrebenden Jungpolitiker schnell davon überzeugt, ein Lied für die Initiative Du bist Deutschland einzusingen. Der so genannte Herfordsong, der ursprünglich als Herfordhymne komponiert wurde, war das ideale Lied für die JUlerinnen und JUler. Damals wurde das Lied unter anderem mit der Nordwestdeutschen Philharmonie (NWD) und Gunther Gabriel in verschiedenen Versionen aufgenommen. Heute galt es, eine spezielle Partyversion einzusingen.

Es gab die eine oder andere Hürde zu überwinden, denn schließlich brauchte man für die Strophen Sologesang. Es gab kaum jemanden unter den Jungpolitikern, der sich als Solosänger outen wollte. So brauchte es viel Überredungskunst von Seiten des Komponisten und Jugendbetreuers Norbert Görder, um die Amateurmusiker aufzuwärmen. „Es war harte Arbeit, die Norbert mit uns hatte, denn niemand von uns konnte wirklich behaupten, singen zu können. Für uns ist es das erste Mal, in einem Studio zu sein und etwas aufzunehmen. Aber schließlich überzeugte er uns, dass im Chor Einzelstimmen eh nicht auffallen.“ Unter der Maxime: nicht schön aber laut, drehten die jungen Christdemokraten volumentechnisch letztendlich richtig auf und schmetterten in guter Ballermannmanier eine Strophe nach der anderen in das Mikrofon. Die Truppe schien sichtlich begeistert. Auch das technische Drumherum war eine absolut neue Erfahrung für die Jungpolitiker. Kaum jemand von ihnen hatte zuvor computerbasierte Musikaufnahmen sehen, geschweige denn mitmachen können und so wurde jede Einzelheit und Information geradezu aufgesaugt. Bald wurde mehr geredet und gefragt, als produziert.

Knappe drei Stunden kämpften die frisch entdeckten Sängerinnen und Sänger der Jungen Union mit ihren Stimmbändern, bis schließlich das Werk vollendet war. „Ich glaube, ich bin jetzt bereit für ein Gesangs-Casting.“ schmunzelte Sebastian Kunst, Vorsitzender des JU Stadtverbandes Herford. Doch natürlich hatte die Veranstaltung auch eine politische Botschaft, so gab Angela Thiele in ihrem Statement bekannt: „Mir ist es wichtig, dass die Rockakademie mehr Aufmerksamkeit bekommt. Hier wird ganz großartige Jugendarbeit geleistet und leider ist die Rockakademie, wie es bei allen Feldern der Jugendarbeit nun mal ist, auf zusätzliche Unterstützung von den Bürgerinnen und Bürgern angewiesen. Wir machen heute Werbung für ein absolut förderungswertes Projekt. Ich finde es außerdem schade, dass es keine andere politische Jugendorganisation im Kreis Herford geschafft hat, hier vorbei zuschauen und für die Rockakademie eine Lanze zu brechen. Hier geht es um ein Projekt für die Jugend, deshalb sollten auch die Jugendorganisationen aller Parteien ein grundlegendes Interesse daran haben, dass die Rockakademie als Angebot bestehen bleibt.“

So ging ein interessanter Abend zu ende. Die Junge Union lernte viel und die Rockakademie gewann einen politischen Unterstützer für die Sache. „Wenn der Song schließlich fertig abgemischt ist, werden wir ihn auf unserer Homepage zum Download bereitstellen können.“ Mit diesen Worten beendete Angela Thiele den Besuch bei der Rockakademie OWL.